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"Die Straße, in der ich wohne"
Heiligenseestraße
Josefine
11 Jahre
Die Straße, in der ich wohne, heißt Heiligenseestraße. Erst fand ich es nicht so toll, dass ich an der einzigen großen, lauten und belebten Straße von Heiligensee wohne, da man oft eine halbe Ewigkeit warten muss, um rüber zu kommen.
Außerdem kann man bei offenem Fenster nicht schlafen. Aber meine Straße hat auch Vorteile, zum Beispiel, dass genau vor der vor ein Bus fährt.
Im Winter fahre ich jeden Morgen mit ihm zur Schule. Neulich wollte ich Inliner fahren, hatte aber nicht daran gedacht, dass ich meine Inliner zwei Jahre nicht benutzt hatte.
Mitten auf der nassen Straße rutschte ich aus. Natürlich kamen genau in diesem Moment von beiden Seiten Autos! Glücklicherweise sahen mich beide Autofahrer und hielten an.
Ein anderes Mal saß ich vor dem Computer. Vom Fenster des Arbeitszimmers aus kann man genau die Straße und die Bushaltestelle sehen.
Gerade hielt dort ein Bus, allerdings fuhr er nicht, wie gewöhnlich, nach einigen Minuten wieder weg, sondern blieb stehen.
Kurz darauf steigen zwei Männer aus, die zwei große Hunde dabei hatten. Ein Polizeiwagen mit vier Polizisten fuhr vor.
Zwei von ihnen diskutierten mit den Männern, der dritte stieg in den Bus und unterhielt sich mit dem Busfahrer.
Ich hätte gerne gehört, worum es ging aber, obwohl ich das Fenster öffnete, konnte ich wegen der lauten Straße nichts verstehen.
Nach einer Weile nickten die Männer und gingen mit den Hunden davon. Die Polizisten stiegen wieder in den Polizeiwagen und fuhren weg.
Der Bus fuhr weiter. Auch wenn meine Straße groß und laut ist, ist es schön da zu wohnen.
Gorkistraße
Ulrike
12 Jahre
Die Straße, in der ich wohne, heißt Gorkistraße, benannt nach dem russischen Schriftsteller Maxim Gorki.
Eigentlich seltsam: Die umliegenden Straßen sind nach ganz anderen Leuten benannt und das Maxim-Gorki-Theater liegt auch an einem anderen Ende von Berlin.
Die Gorkistraße ist lang, sie reicht vom Tegel-Center bis nach Alt-Wittenau. Sie hat viele Querstraßen, große und kleine, gerade und krumme.
Die Gorkistraße ist immer voller Autos ? auch nachts.
Nur an manchen kalten Sonntagen im Winter, wenn es schon Abend ist, kann man sich auf die Straße stellen und in die Dunkelheit blicken, bis der 124er Bus kommt, der alle 10 Minuten von Alt-Heiligensee nach Buchholz-West und wieder zurück fährt.
Die Gorkistraße ist eine schöne Straße: Überall stehen Bäume und wenn die Sonne hindurch scheint, ist der Anblick schöner als jeder andere, den man in Berlin bewundern kann.
Für Familien ist es in der Straße toll zu wohnen. In der Nähe gibt es einen Spielplatz, einen großen Park, eine riesige Wiese, zwei Grundschulen und zwei Gymnasien.
Außerdem kann man aus dem fast ländlichen Tegel schnell in die Innenstadt oder ins Märkische Viertel gelangen. Weil es in der Gorkistraße so schön ist, wohnen dort auch ältere Leute.
Das kann für die Jüngeren natürlich lästig sein: Oft wird man angerempelt, angemeckert und nicht für voll genommen.
Gorkistraße
Henriette
8 Jahre
Bei uns in der Gorkistraße gibt es sehr viel Verkehr und viele Fußgänger. Von unserem Haus aus sehe ich den Tile-Brügge-Weg. Gegenüber ist die Basdorfer Zeile. In der Nähe der Gorkistraße liegt die Drachenwiese.
Ein paar Häuserblöcke weiter wohnt meine beste Freundin Ronja. Dann gibt es noch am Triftpark eine große Wiese.
Dort kann man sehr viel unternehmen, wie zum Beispiel Fußball-, Federball- und Diabolo spielen oder Langlauf machen. Manchmal kommt der Bollerwagen.
Es gibt noch einen Graben, den Nordgraben. Dann ein Stück weiter gelangt man zum Steinbergpark, wo nochmals eine große Wiese ist. Einen See und einen Spielplatz gibt es dort auch.
An dem einen Ende meiner Straße befindet sich das Tegelcenter. Ich wohne sehr gerne in meiner Straße.
Frohnauer Straße
Sophie
15 Jahre
Meine Straße heißt Frohnauer Straße. Sie ist lang, sogar sehr lang und verbindet die Stadtteile Hermsdorf und Frohnau.
Ich wohne am Anfang der Straße in Hermsdorf. Die Straße ist recht breit und viel befahren.
Links und rechts der Straße stehen viele Bäume und natürlich eine Menge Häuser.
Viele Häuser sind mehrere Meter über der Straße gelegen, sie stehen auf den ehemaligen Dünen.
Gräbt man ein wenig im Garten, stößt man gleich auf Sand. Manchmal stelle ich mir vor, mein Haus schaut auf das Meer.
Ich mag die Straße, da sie viel Grün drum herum hat und nachts nicht allzu sehr befahren ist.
Tagsüber ist recht viel los, da ertönen Polizeisirenen oder Lastwagen rumpeln vorbei, aber daran gewöhnt man sich.
Ich selbst höre die Autos schon kaum mehr. Ich denke die Straße ist auch etwas Besonderes, da am Straßenrand fast nur Einfamilienhäuser stehen.
Die Straße ist asphaltiert, doch unter dem Asphaltlugen manchmal die Pflastersteine hervor.
Richtung Frohnau steigt die Straße an, da muss man mit dem Fahrrad ganz schön strampeln.
Früher war es eine ruhige Straße. Das sieht man auch daran, dass wir eine Terrasse direkt an der Straße haben, auf der unsere Vorbesitzer am Sonntag immer Kaffee getrunken haben.
Heute geht das nicht mehr! Vor ungefähr zehn Jahren klapperten sogar noch ab und zu Pferdefuhrwerke vorbei.
Unsere Nachbarn erzählten uns, dass sie ihre Hühner früher zur anderen Straßenseite in den Wald gescheucht haben.
Der Tegeler Forst erstreckte sich nämlich damals bis zu unserer Straße. Heute wären die Hühner ruckzuck überfahren!
Da ich Sport liebe, ist die Straße genau richtig für mich: Einmal liegt um die Ecke ein großer Sportplatz, auf dem ich gerne Fußball spiele.
In der Mitte der Straße wurde eine neue Sporthalle für die Carl-Bosch-Oberschule und die Vereine gebaut.
Die Klinik Wiesengrund und das Dominikus-Krankenhaus liegen ebenfalls in meiner Straße.
Sogar ein Friedhof mit einem hohen Wasserturm gibt es am oberen Teil der Straße.
Nur zwei Geschäfte findet man in dieser ellenlangen Straße: Einen Frisör und eine Bäckerei.
Wir haben Glück, denn beide liegen genau gegenüber von uns, deshalb können wir jeden Tag frische Brötchen holen!
Für kleine Kinder ist die Kita interessant. Für den Hunger bietet sich ein griechisches Restaurant an.
Wer genau guckt, kann einen Teich neben der Straße entdecken. Dorthin hatte sich einmal eine Wildschweinfamilie verirrt.
Füchse, Marder, Eichhörnchen ? alle wurden hier schon gesichtet, doch sie müssen auf den Verkehr aufpassen!
Einmal sind Bekannte von uns, die wir eingeladen hatten, in Frohnau statt in Hermsdorf aus der U-Bahn gestiegen.
Der Name meiner Straße hatte sie auf die falsche Fährte gelockt. Sie kamen dann auch ziemlich verspätet und erschöpft bei uns an.
Deshalb würde der Straße ein anderer Name vielleicht gut tun. Wie wäre es mit ?Für-Jeden-Etwas-Straße??
Senftenberger Ring
Ronja
13 Jahre
Ich wohne im Senftenberger Ring. Dieser Name stammt von der Stadt Senftenberg, die in Brandenburg liegt.
Meine Straße ist aus der Luftperspektive ein krumm gehauener Ring mit vielen riesigen Hochhausblöcken, die manchmal bis zum 17. Stock reichen.
Drumherum gibt es viele Seen und Grünanlagen. Die Parkplätze sind riesig, doch meist reicht es nicht, so viele Menschen mit Autos wohnen hier.
Um mich herum wohnen die meisten meiner Freunde aus der Grundschulklasse.
Jetzt bin ich in der Oberschule. Eine Freundin wohnt in meinem Haus, das finde ich richtig gut!
Wenn man vor meiner Haustür aus links den Ring entlang geht, dann kommt ein riesiges, flaches Einkaufszentrum: Das Märkische Zentrum.
Es heißt so, weil es wie der Senftenberger Ring im Märkischen Viertel (MV) liegt. Das MV ist ein Teil des Bezirks Reinickendorf.
Die Stadtgrenze ist ganz nah. In meiner Straße gibt es mehrere Bushaltestellen, Schulen, Kindergärten, Supermärkte und ein Seniorenzentrum.
Was ich toll finde: Hier ist auch ein Kinder- und Jugendzentrum, das Atrium, mit vielen sehr netten und hilfsbereiten Betreuern.
Die Straße ist relativ gut befahren. Als ich die ersten Male hier war, habe ich mich gar nicht zurechtgefunden und habe mich verlaufen.
Es sah alles so gleich aus: Die weißgrauen Hochhäuser, die kleinen bunten Säulen auf dem Bürgersteig, die vielen Böschungen, welche die Hausnummern verdecken, die sowieso schon eine sehr komplizierte Zahlenfolge haben.
Dazu noch diese vielen verzweigten kleinen Gänge, die in Höfe oder wieder in andere Durchgänge führen.
Nun, nach über drei Jahren findet man sich hier schon zurecht, auch wenn man längst noch nicht alle Ecken dieser verzwickten Straße kennt.
Doch nun ziehe ich leider fort, nach Hannover.
Am Lärchensteig, Schildow
Nina
9 Jahre
Ich wohne seit einiger Zeit in der Straße Am Lärchensteig. Leider wohnt dort nicht meine allerbeste Freundin Vanessa.
Zum Glück ist aber meine Freundin Kathi da. Sie geht zusammen mit mir in die Schule. Im meiner Straße ist es mucksmäuschenstill.
Die meisten Häuser haben Gärten. Das Haus rechts von uns wird noch gebaut. Der Junge unserer Nachbarn links nervt.
Bald ist der Spielplatz, der nur ein paar Meter von uns entfernt ist, fertig. Es gibt noch einen Minispielplatz in der Nähe, aber der ist langweilig.
Dort sind nur eine Rutsche, eine Schaukel, eine Wippe und ein Buddelkasten. Das ist öde! Bei uns im Garten finde ich die ganzen Spinnen eklig.
Normale Spinnen, aber auch Tigerspinnen und Kreuzspinnen. Die Hunde in meiner Straße sind nicht so laut, aber unser Nachbarhund kläfft immer.
Da muss man sich ja die Ohren zuhalten! Zum Glück ist mein Hund Hella nicht so. Vorher hieß sie Kira und lebte in einer Wohnung.
Hier in meiner Straße gefällt es mir viel besser.
Franz-Schubert-Straße, Glienicke
Alexandra
11 Jahre
Ich wohne in der Franz-Schubert-Straße. Sie ist in der Nähe vom Wald. Autos kommen nur ganz selten vorbei, das ist schön.
Die Luft ist immer klar und es stinkt nie nach Benzin. In der Nacht laufen gerne Wildschweine die Straße entlang.
Meine Schwester konnte unter dem Gegrunze nicht gut schlafen.
Mein schönstes Erlebnis in dieser Straße habe ich zwei- bis dreimal in der Woche: Ich gehe mit meiner besten Freundin Katharina irgendwo hin, zum Beispiel in den Wald oder zum Eis essen.
Mit Katharina kann man alles machen. Sie ist die beste Freundin, die man sich wünschen kann! Und meine Straße ist die schönste, die ich je gesehen habe!
Benekendorffstraße
Isabell
9 Jahre
Ich wohne in der Benekendorffstraße. Sie wurde nach einem Mann benannt. Meine Straße ist länger als einen Kilometer und geht von Waidmannslust bis nach Alt-Lübars.
Die Benekendorffstraße ist recht belebt, es gibt mehr parkende als fahrende Autos. Fußgänger gibt es fast keine, dafür brettern oft Motorräder an unserem Haus vorbei.
Lärm gibt es auch sehr oft. Die Häuser sind leider meistens das Gegenteil von bunt. Mit unseren Nachbarn bin ich sehr zufrieden, außer mit zweien.
Der Eine hält einen immer an, wenn man sich trifft und quasselt einen voll. Der Andere ließ früher manchmal nachts die Musik so laut an, dass ich nicht einschlafen konnte.
Grüßen tut er auch nicht mal! Die Benekendorffstraße ist deshalb so belebt, weil sie an einem Ende auf den Oraniendamm führt.
Am anderen Ende ist oft und viel befahrene Platz mit der Kirche in Alt-Lübars. Ein paar Seitenstraßen führen auf den Zabel-Krüger-Damm.
Gärten haben nur ganz wenige Häuser. Die meisten sind verwildert. Wir haben einen Hof. Zum Glück gibt es in der Mitte der Straße noch eine Gartenkolonie.
Ganz nah haben wir das Fließ und einen winzig kleinen Spielplatz. Mit zwei Kindern aus der Nebenstraße habe ich mich angefreundet.
Mein Haus steht kurz vor dem Oraniendamm. Schön kann man meine Straße nicht nennen, aber ich liebe sie wirklich und will nicht wegziehen.
Birkenwerder Straße
Kristina
8 Jahre
Ich wohne in der Birkenwerder Straße. Diese Straße ist nicht groß, es fahren auch nicht viele Autos dort.
Ein Haus in meiner Nachbarschaft ist so voll mit Kürbislaternen und Lampions, das man fast nicht mehr treten kann.
Ein anderes Haus war weiß und hatte rote, blaue und grüne Streifen. Aber vor einiger Zeit wurde es orange angestrichen und hat nun pink, rötliche und lila Streifen.
Jetzt sieht es sehr hässlich aus. Hinter meinem Garten steht ein kleines Haus, das rot und gelb zwischen den Büschen hervor leuchtet.
Hätte es eine andere Farbe, würde man es gar nicht erkennen. Doch die Leute wollen das Haus abreißen und ein größeres dort hinbauen.
Ich finde das gar nicht gut, denn dann kann man nicht mehr so weit gucken. Oft geht ein alter Mann mit seinem Hund die Straße rauf und runter.
Dann stehe ich am Fenster und er winkt mir zu. Die Birkenwerder Straße ist nicht breit und nicht lang, aber ich finde sie schön.
Rundherum stehen viele Hochhäuser. Das gefällt mir nicht so gut. Man kann deshalb nicht so viel spazieren gehen.
Dannenwalder Weg
Dzhonatan
10 Jahre
Ich wohne im Dannenwalder Weg. Er ist fast wie eine Sichel.
Mein Haus ist in der Nähe der Kreuzung. Ich wohne im 1. Stock. Die Leute da sind eigentlich okay, aber auch manchmal komisch.
Zum Beispiel heute: Zwei Jungs steigen mit mir in den Fahrstuhl und wollen in den achten Stock fahren.
Doch im ersten Stock steigen sie mit mir aus und laufen wieder runter. Die Umgebung gefällt mir eigentlich gut.
Es gibt viel Grün und einen Fluss. In der Nähe ist ein Zuggleis, wo jeden Sonntag ein Zug fährt.
Ich habe in meiner Straße viel entdeckt, aber ich will was Neues erleben. Freunde habe ich dort wenige. Eine Abwechslung wäre ganz gut!
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